Aufwärts. Jetzt aber richtig.

Was an einem Sonntagmorgen beim Kaffee-Klatsch entsteht, wird zu einem ausgewachsenen Projekt für einen guten Zweck. Das Spendenziel von USD 6000 haben wir auch dank Eurer Hilfe um USD 1686 übertroffen. Als Dankeschön biete ich folgende Bilder.

Aus der Sechser- wird eine Fünfergruppe bestehend aus Wendy, Victoria, Michelle, Tatiana und mir. Als wir Mt. Kinabalu auf unserer Anreise zur Basisstation zum ersten Mal sehen, kommentiert jemand treffend ‚f…, this is high‘! Soviel wie, ‚läck, der ist hoch‘! Um 10 Uhr, Freitagvormittag, machen wir uns auf den Weg zum Ziel auf 4095 m.ü.M.

Die Vegetation ist beeindruckend und abwechslungsreich. Was bleibt ist der steile Anstieg via treppenartige Felsformationen.


Wir erreichen das Tagesziel, die Hütte auf 3272 m.ü.M. gegen 14 Uhr am selben Tag und gönnen uns ein wohlverdientes Nickerchen. Das Abendessen gibt es ab 17 Uhr und bringt den Biorhythmus weiter durcheinander. Die Aussicht vom Balkon – quasi zum Dessert – ist grandios! Um 19 Uhr steigen die ersten ins Bett…


…denn um 1:30 Uhr Morgens begeben sich die ersten bereits zum Frühstück. Zur allgemeinen Erheiterung bereits in voller Ausrüstung bestehend u.a. aus Jacke, Handschuhen, Mütze und Stirnlampe. Um 2:45 Uhr marschieren wir los. Im Licht unserer Stirnlampen geht es Schritt um Schritt, Stufe um Stufe dem Gipfel entgegen. Diesen erreichen wir nach 5 Uhr. Es ist a… kalt und ich bin froh, hab ich weise geplant und kann mich in mehrere mitgeschleppte Schichten Kleidung hüllen. Statt Gipfelwein gibt es Fairtrade Schoggi. Danke Tatiana! Der Horizont färbt sich langsam, bis kurz nach sechs Uhr die Sonne aufgeht. Dieser magische Moment lässt die Strapazen des Aufstiegs vergessen.

Wir können uns kaum satt sehen respektive satt fotografieren (ich sage nur, ‚klick it like Victoria (Beckham)‘!) an der wunderbaren Umgebung. Der erste Teil des Abstiegs führt zurück über das Plateau und offenbart – bei Tageslicht – wo sich vor gut einem Jahr bei einem Erdbeben ein Felsblock gelöst und mehrere Menschen unter sich begraben hatte. Ein paar Tage vor dem Ereignis hatten sich Bergsteiger auf dem Gipfel für Selfies entblößt. Die Einheimischen sagen, dies hätte die Geister erzürnt und zum Unglück geführt. Wohl mit ein Grund, warum wir immer wieder auf Uniformierte stossen, welche für Ordnung, aber natürlich auch Sicherheit am Berg sorgen. Grosses Gelächter (Fotosession inklusive natürlich) gibt es, als Wendy sieht, dass auf der Brust des einen Uniformierten der Name Wandy prangert.


Mit Frühstück Nummer zwei gestärkt machen wir uns um ca. 10 Uhr auf den Weg zurück zur Basisstation. Die kommenden rund vier Stunden sind der härteste Teil der ganzen Tour. (Nicht so für Michelle. Sie wird uns die kommenden Tage Bilder von Treppen senden, die ihr während ihres ‚Entspannungsurlaubs‘ das Leben schwer machen. Da lobe ich mir die Rolltreppen Singapurs…!)
Stolz, glücklich und müde bringen wir zurück am Start die letzte Energie auf für das ‚Vollzugsfoto‘ in unseren roten T-Shirts. Wenn, dann richtig. Mögen uns die Götter verzeihen.

 

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